Willkommen auf den Seiten für die Conreihe ROOTS!

Bericht eines Augenzeugen, eines gewissen Argentan, aufgenommen von Hauptmann Arnulf, dem Hauptmann des Freiherrn zu Löwen

Die Geschenisse im Pathor-Kloster der Zwillinge

Ich wurde von dem Magus Maximus und Quästor der Akademie, Testophanus Bombastus Rigeliastus, gebeten zu dem Kloster der Zwillinge zu gehen. Wir, der Zirkel der 23, kamen am Abend zum Kloster der Zwillinge. Hier sollte ein Disput um die Götterwelt Eridmeas stattfinden, in dem die Rolle des 19. geklärt werden sollte.
Im Kloster wurden wir aufgenommen und uns wurde der Raum 23 zugeteilt. Alsdann sollten wir beim Abt vorsprechen. Dabei offenbarte er uns, dass einige Akolyten und Mönche des Ordens Visionen von äusserst wichtigen bevorstehenden Ereignissen gehabt haben. Eine Aufzeichnung dieser Visionen gab er uns. Darin ging es um die Möglichkeit den 19. wieder aus dem Pantheon herunterzu holen und von einem Zwilling im Zweikampf forden zu lassen. Leider waren zu dem Zeitpunkt die Informationen über die Zwillinge noch recht unklar. Aber um den Streiter zu erwecken brauchte man eine Glocke aus kaltgeschmiedetem Eisen, die zudem mit den Sprüchen Erwecken, Lösen und Magiesicherung versehen war und einen Trank des Erweckens. Glücklicherweise hatte ich, da ich mit Problemen mit Feen des Winter- und Sommerhofes gerechnet hatte meinen Rest vom kaltgeschmiedeten Eisen mitgebracht.

Am Abend begann schon der Disput. Obwohl eigentlich Gesandte aller 18 Götter erwartet wurden, fehlten doch einige. Ein Alogrimonde Prister ist dort nie angekommen. Es stellte sich später heraus, dass die Gesandtschaften unterwegs von Untoten angegriffen worden waren. Der Azrothpriester starb schon bald bei einem Untotenangriff auf das Kloster.

Ja, die Untoten suchten uns wieder heim. Obwohl Alexander wieder in Rhyat sass. Für mich zeigte dies dass Eliasar, der doch im Leben Dämonologe und Nekromant war, seinen Einfluss auch auf die Untoten ausweitete.

Aber zurück zum Disput. Lediglich die Gesandtschaft des Molok Than Ordens erreichte das Kloster in voller Stärke. Eliasar wurde von einem Priester namens Elias vertreten. Es sollte in dem Disput geklärt werden ob es in Eridmea, 18 oder 19 Göttergab, ob man dem Eliasaranhängern den Bau von Tempeln und volle Rechte erlauben sollte und falls die Zeit reichen sollte, ob man den Göttern der Fremden auch Einlass in Eridmea geben sollte. Es gab diverse Meinungen, jedoch hatten die anwesenden Priester nur jeweils ihre Meinung vertreten. Keiner berief sich darauf dass sein Gott ihm irgendeine Antwort vorgegeben hatte. Der Disput wogte hin und her. Ob man den Neunzehnten erlauben soll, darf, ob sich der König darüber überhaupt entscheiden darf, und vieles andrers. Im Laufe der Tage wurden Sachen beschlossen, wieder zurückgenommen und ich habe am Ende von keinem Ergebnis gehört. Denn ich habe nur der ersten Sitzung beigewohnt. Da ich dann die Bibliothek gefunden hatte und meine Zeit dort verbrachte. Die Bibliothek war hingegen eine wahre Schatztruhe an Wissen, und ich hätte gerne noch Wochen darin verweilt. Auch jetzt fehlen mir wieder Wissen, von dem ich genau weiss, dass es in der Bibliothek liegt, von dem ich aber keine Abschrift habe.

Ich weiss nicht mehr ob es noch in der Nacht war, oder am nächsten Tag, es wurde jedoch dann zu einem Gottesdienst gerufen, in dem die Prister die Götter um Rat fragen wollten. Da der Azrothnovize gerade nicht da war, nahm ich als Gläubiger an seiner Stelle am Gebet teil. Das Gebet wurde von der Inesh-priesterin geleitet. Doch gleich am Anfang stürzte der Abt des Klosters hin und rührte sich nicht mehr. Nach und nach überkam es uns, und alle die am Gebet teilnahmen, sprachen den Willen der Götter. Sie gaben uns Anweisung wie wir es schaffen könnten, Eliasar zu stürzen. Die Aufzeichnungen dieser Visionen wurde als 16 Punkteplan bekannt. Darin hiess es, es wäre an den sterblichen allein, Eliasar wieder herabzuholen. Dazu bräuchten wir den einen Zwilling, den Segen aller anderen Götter und müssten die gesamte Magische Energie der Obelisken in einem Punkt bündeln. Ferner müsse Eliasar an seine Sterblichkeit erinnert werden.

Bemerkenswert war an dieser Stelle noch dass Malagar Filiar, der leibhaftige Chef der Diebesgilde, welcher sich erst noch Alogrimonde Novize vorstellte, für Allogrimonde nicht sprechen wollte und darauf bestand, auch die Priesterin des Molok Than dabei zu haben. Es stand zu vermuten, dass Malagar zu Moluk Than oder gar Eliasar gewechselt war. Es wäre unsinnig gewesen die Moluk Than Priesterin am Gebetteilhaben zu lassen, da wir ja fragen wollten, wie wir Eliasar wieder stürzen könnten. Und an bei der Befreiung Eliasars aus dem Obelisken hatte eindeutig Moluk Than seine Finger im Spiel.

Am nächsten Morgen wurden wir von mechanischen Kriegern, Konstrukten äußerst geweckt. Sie reifen andauernd "Der taktische Auftrag lautet Angriff" und "Der Krieger erfüllt seine Pflicht". Die Konstrukte waren mit normalen Waffen nicht zu vernichten, auch waren Sie gegen die meiste Magie immun. Sie sollen sogar Energiewälle durchbrochen haben. Irgendwann zogen sie zum Glück ab, aber die meisten im Zimmer, auch ich, waren verletzt.

Am nächsten Tag verbrachte ich wieder viel Zeit in der Bibliothek. Beim Sichten der Schriften viel mir auf, dass im Regal unter den Schriftrollen noch einige Schriftrollen in einem Verborgenem Fach lagen. Diese Rollen haben wir nach Absprache mit dem Abt heraugeholt. Es zeigte sich jedoch, dass die Rollen magisch gesichert waren. Daraufhin bat ich zwei meiner Reisegefährten, die Meistermagier Serotonius Fuchsschwanz und Roderick Dragansson darum, die Schriftrollen zu untersuchen und zu entschärfen. Jedoch durch irgendwelche Umstände wurden sie nur untersucht. Die Schriftrollen lagen noch einige Zeit ungeöffnet in der Bibliothek. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass noch ein anderer Schrank ein Geheimfach besass. Dieses wurde von Serotonius entdeckt und enthielt neben irgendwelchen Schriftrollen über Dämonologie und Nekromantie die Legende von Kulos und Kang, den Zwillingen, die diesem Kloster den Namen gaben. Die anderen Schriften wurden nicht aus dem Fach genommen.
Es stellte sich auch heraus, dass das Kloster auf der Ruhestatt der Zwillinge errichtet wurde. Die Zwillinge wurden von Pathor in einem Raum außerhalb der Zeit gefangen gehalten, da das Ende eines Zwillings das letzte Zeitalter einberufen würde.

Einige rastlose Reisende fingen dann irgendwann tatsächlich an, den Flur unter unserem Zimmer nach Geheimgängen abzuklopfen und nach einiger Zeit fingen sie gar an ein Loch in den Boden zu stemmen. DOrt fanden sie zwei Masken, die wir zur Erweckung des Zwillings brauchten. Die Masken sollten dann untersucht werden, welche nun dem Guten und welche dem Bösen Zwilling zuzuordnen wär. Eine Maske hatte ein Zeichen wie ein kleines Alpha, die andere wie ein kleines Omega. Auch Malagar Filiar bat die Masken untersuchen zu dürfen. Dabei brachte ein Feuerwesen, ein Iffryt und getreuer Malagars, die Masken in seine Gewalt und verschwand damit.

Im Laufe der Zeit bekamen wir eine Maske zurück, doch in mehreren von den Göttern gesandten Visionen stellte sich heraus, dass diese wohl nur den bösen Zwilling wecken konnte. Es ist mir bis heute ein Rätsel, wie jemand daran Interesse haben könnte, durch die Erweckung des bösen Zwillings Kulos Eridmea in ein Untotenreich zu verwandeln. Schliesslich würde derjenige, der die Masken austauschte ja auch das Schicksal so einer unheiligen Kreatur erwarten. Wer will schon freiwillig ein Zombie werden? Es kann nur die grenzenlosse Dummheit der Unwissenden sein, solches zu versuchen.

In dem Kloster gab es auch ein legendäres Artefakt, welches von Hannumak selber geschaffen sein soll. Es bastand aus mehreren Säulen, auf denen Platten nach oben und unten gleiten konnten. Auf den Platten waren die Zeichen der Götter zu sehen. Es stellte sich heraus, dass dieses Artefakt die Meinungen der Götter symbolisierte. Dabei gab es in der Mitte zwei Schalen, welche wieder die Symbole Alpha und Omega zeigten. Hatte sich ein Gott entschieden, tauchten in der entsprechenden Schale Kugeln auf.

Im laufe der Zeit erschien uns auch der Abt recht merkwürdig. Hatten wir doch eine Reisebibliothek mitgebracht, die von ihm nie in Augenschein genommen wurde, auch sonst gab es Merkwürdigkeiten. Es kam der Verdacht auf, dass er vielleicht gar kein Pathoranhänger geschweige denn Abt sei. Also beteten Alant und ich in unserer Privatbibliothek zu Pathor und fragten wieviele seiner Mönche noch im Kloster seien. Er antwortete 3. Allerdings gab es da den Abt, zwei Mönche und die Kräuterkundige Nonne. Dazu den Geist des Pathormönches, der eine Schriftrolle suchte. Also musste zumindestens einer Falsch sein. Später wurde im Keller noch ein weiterer Mönch gefunden. Nach einigen Diskussionen wurde der Abt festgesetzt und dabei offenbarte er, dass er von Eliasar beeinflusst war. Er schrie, dass man gegen Eliasar nicht bestehen könnte und dass wir alle verdammt seien und dass wir uns auch Eliasar anschliessen sollten. Offensichtlich wurde er von Eliasaranhängern konvertiert. Erschreckend der Gedanke dass es noch viele solcher verdeckten Anhänger Eliasars geben mag. Erstaunlicherweise wurde zunächst nur der Abt und ein Mönch festgesetzt, während der Eliasarpriester noch frei herumlief. Aber auf dem Abt lag der Makel, dass er Dinge verheimlicht hatte. Elias trat offen auf.

Im Keller des Klosters wurde dann ein rätselhaftes Schloss gefunden. Es bestand aus 5 Scheiben und einem Schieberätsel. Auf zwei der Scheiben, die links und rechts des Schieberätsels angebracht waren, standen einige Wörte in Devangari, einer Schrift, die ich glücklicherweise entziffern konnte. Darunter waren drei Scheiben angebracht, die jeweils 6 Symbole der Götter zeigten. In der Mitte oben war das Schieberätsel, welches so ich nachher erfahren habe "Das Siegel Pathors" ergeben musste. Dazu waren noch zwei Schlüssellöcher vorhanden. Da allerdings eine Blutspur direkt durch die Wand zu führen schien und einige Pathormönche vermisst wurden, haben einige Reisende gleich ein Loch in die danebenliegende Wand geschlagen. Das gab einen Gang frei, in dem einige Sachen, unter anderem Pators Auge - eine große silberne Schüssel - , Schriftrollen und andere Dinge lagen. Dazu wurden in einem Raum die Leichen zweier Mönche und ein an einem Pranger gefesselter und grausam gefolterter lebender Mönch hing. In einem weiteren Raum gab es ein im Boden eingelassenes Pentagramm mit drei Quadraten. Der Mönch wurde befreit und nach oben gebracht. Seine Wunden wurden versorgt, jedoch bekam er dann einen Anfall und riss sich seine Wunden wieder auf. Daran starb er dann.

Erst nach einiger Zeit und einigen Umwegen gelangten die Schriftrollen an die Schriftkundigen -Alant und ich-. Die Schriftrollen enthielten zwei Texte in fremden Zeichen. Der eine Text wurde noch an dem Abend von Altaron und Alant angegangen und teilweise entziffert. Ich hatte mit dem anderen Text mehr Probleme, hatte hier doch jemand tatsächlich eine Schrift verwandt, bei der die Buchstaben nach der Stellung des Buchstabens im Wort etwas anders aussehen, doch hatte er hier diesen eigentlich selben Zeichen unterschiedliche Bedeutungen zugeordnet. Daher habe ich erst am nächsten Tag die Schriftrolle entziffern können, welche sich aber als direkte Abschrift der anderern erwies, angesehen von der Schrift.Die Schriftrollen enthielten eine grobe Anweisung, wie man mit dem Pentagramm im Keller, welches ein Artefakt von Hanumak sein sollte, Reisende in die Haupttempel der 18 Götter schicken konnte. Nach nur einem Fehlversuch, der glücklicherweise ohne grössere Verletzungen ablief, konnten wir Tanor und Skyvaheri auf die Reise zum Tempel der Anderen schicken. Sie kamen erstaunlicherweise nicht im Tempel sondern direkt bei der Schicksals-Weberin heraus. Diese gab ihnen ein Tuch. Als sie wieder bei uns Auftauchten waren sie Ohnmächtig. Eine Untersuchung zeigte, dass sie über und über mit Blutergüssen übersäht waren. Mina half ihnen, heilte Sie und verpasste Skyvaheri ein herzförmige Tätowierung auf den Allerwertesten. Trotzalledem brannte ich natürlich darauf, die Reise zu Azroth und Pathor zu machen. Zunächst wollten Vasignius und ich zu Azroth, jedoch fing dann Mina, eine Person von doch zweifelhafter Rechtschaffenheit, an, im Nebenraum wieder nach Geheimgängen zu suchen. Und obwohl ich sie bat damit aufzuhören, es könnte hier noch eine riesige Spinne geben, machte sie weiter. Und kurz bevor wir losreisen wollten, hörte man von nebenan ein Rumpeln und schreien. Natürlich hatte diese Person die Höhle der Riesenspinne gefunden. Es dauerte also noch einige Zeit, bis die Spinne niedergestreckt und wieder Ruhe eingekehrt war.

Dann reisten wir, doch wir kamen nur im Haupttempel Azroths an. Der Hohepriester schien sehr überrascht, da wir einfach so in dem Raum erschienen. Nachdem wir aber berichtet hatten, das wir vom Kloster der Zwillinge kamen und den Segen Azroths zum Sturz Eliasars suchten, beruhigte er sich. Es wurde uns gesagt, dass es eine alte Prophezeiung gäbe, nach der -bevor die Erweckung eines Zwillings geschehen soll- ein Artefaktenmagier ein magisches Gefäß bauen soll, welches das Böse aufzunehmen vermag. Dies schien wohl unsere Aufgabe zu sein. Des weiteren kam das Gespräch auf die Energieobelisken. Anfangs war ich sehr angetan, dass meine Reparatur auch in diesen Kreisen für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Was mich jedoch entsetzte, war dass Ausmaß der Selbstgefälligkeit des Hohepriesters, welche dadurch noch verschlimmert wurde, dass sich der Hohepriester sehr offensichtlich mit Speichelleckern und Bücklingen umgab. Dieses Zurückstellen der Kompetenz zugunsten der Egobefriedigung birgt einfach meiner Meinung nach zu große Gefahr. Es bestärkt mich in meinem Ansinnen, der geweihten Priesterschaft Azroths nicht beizutreten. Wir verließen den Hauptraum und suchten den Weg nach draußen. Dann wurden wir aus dem Tempel Azroths wieder zurückgeholt.
Die Rückreise lief glaube ich Problemlos. Wir wurden zwar auch bewusstlos, doch hatten wir keine Blutergüsse. Auch wenn die Anleitung zum Teleporter verhieß, dass die häufige Benutzung zunehmenden Schaden am Reisenden anrichten würde, wollte ich auch zum Pathortempel, in der Hoffnung, vielleicht doch Pathor selbst gegenüberzustehen. Altaron und Alant wollten mir das Ausreden doch mein Starrsin war stärker. Und so reisten wir, Alant, Altaron und ich, in den Pathortempel. Hier wurden wir tatsächlich erwartet. Doch die Pristerschaft erwartete die besten und kundigsten Gelehrten, die aus hunderten auserwählt die Blüte des Wissens darstellen sollten. Zwar waren Alant und ich die wohl kundigsten, welche die Bibliothek wohl am gründlichsten durchforstet hatten, und doch scheiterten wir bei einigen Fragen. Während wir die ersten Fragen noch mit bravour schafften, scheiterten wir an der Frage in der wievielten Dynastie sich Sedain der Erste nun befand. In einem Schriftstück in der Bibliothek wurden 11 Dynastien aufgezählt, jedoch fehlten die Dynastien Theoderichs und Sedains, so dass wir Dreizehn als Lösung nannten. Jedoch stand in dem Vorwort dieses Schriftstücks, dass Sedains Dynastie die Achtzehnte sei. Erstaunlicherweise meinte die Hohepriesterin, dass es mehr als 20 wären...

Wir versuchten uns mit den wirren Ereignissen und dem Zustand der Bibliothek rauszureden, doch dies Versetzte die Priesterschaft in höchste Panik. Eine Bibliothek ohne Bibliothekar war die höchste Katastrophe. Es wurde verlangt, die Bibliothek zu ordnen, den Bestand zu sichten und es sollte bis zur Ankunft eines Ersatzbiblithekars einer von uns die Bibliothek beaufsichtigen. Ich nahm dieses Amt an. Leider fesselte nun mein Wort mich an die Bibliothek, so dass ich nicht immer mitbekam was draußen passierte. Was sich jedoch als positiv herausstellte, war, dass die Bibliothek als Heiligtum Pathors nie vom Untoten heimgesucht wurde.

Die Rückreise war für mich Schmerzhaft. Während Alant und Altaron nur Bewusstlos waren, litt ich unter Blutergüssen. Für mich stand dann fest, dass ich mich einer Weiteren Reise verweigern würde. An dem Abend wurde ich noch ins Bett gebracht und das wars dann für mich. Alant und Roderick setzten die Reisen zu den Tempeln noch in der Nacht und in den nächsten Tagen fort. Fast alle dieser Reisen verliefen erfolgreich. Vielen wurde eine Aufgabe gestellt, welche dann zu lösen war. Lediglich die Gesandtschaft, welche zu Tammuz aufbrach, hatte sich nicht genügend vorbereitet und bei der Priesterschaft und Tammuz Ärgernis ausgelöst. Letztlich liess sich der Gladiator Rod zu einem Novizen weihen. Am Ende hatten wir den Segen von 16 Göttern.

Die Aufgabe des Pathor wurde angegangen. Die Rollen wurden sortiert und dann überprüft, welche noch vorhanden waren. Beim Sortieren der Schriftrollen viel mir auf, dass einmal die Rollen der Göttertexte wackelten und sich bestimmte Rollen in Luft auflösten. Die Nachfrage beim Pathormönch ergab, dass man über diese Rollen Bitten direkt an die Götter stellen konnte. Dazu steckte man einen Brief in eine Rolle. Entweder eine kleine Bitte oder das Gesuch um ein Wunder des Gottes. Diese Möglichkeit wurde von uns aber erst recht spät erkannt, so dass wir nur einmal Fragen an Pathor und Azroth stellen konnten. Altaron und Alant wollten dann nochmal zum Tempel Pathors zurückreisen um auch die Wissensprobe zu bestehen, doch fehlte dafür am Ende die Zeit. Doch in der Antwort Azroths stand, dass wir die Aufgabe Pathors erfüllt hätten.

Was noch bei der Bibliothek zu erwähnen sei, ist der Versuch Malagar Filiars, Texte zu stehlen. Er kam eines Abend mit dem Zwerg und dem Tiefling im Schlepptau in die Bibliothek und drückte sich bei den Schriftrollen herum. Da ich wusste, dass Malagar der Chef der Diebesgilde war, hatte ich ein Auge auf ihm. Erst nahm er einige Schriftstücke über Alogrimonde an sich, dann jedoch schaute er sich die Legende von Kang und Kulos an, die in unserer Situation unersetzbar wichtig war. Und natürlich konnte ich sehen wie er die Schriftrollen in seinem Mantel verschwinden liess. Ich informierte meine Freunde und bat um Verstärkung. Als Malagar die Bibliothek verlassen wollte, forderte ich ihn auf, die Schriften wieder zurückzulegen. Er meinte, er bräuchte sie für einen Alogrimondegottesdienst. Trotzdem durften die Schriften die Bibliothek nicht verlassen. Also meinte ich, er solle sie Abschreiben. Nach einigem Diskutieren setzte er sich an einen Tisch, holte Papier heraus und las sich die Schriften durch. Natürlich holte er nichtmal einen Stift heraus. Er rollte statt dessen die leeren Blätter zusammen und nach eeiniger Zeit steckte er die Schriften wieder ein. Die Leeren Blätter steckte er in das Regal zurück. Doch als Malagar diesmal die Biblithek verlassen wollte, hatte Minkatell eine Barriere gegen alles Untote vor die Bibliothek gesetzt und Malagar konnte nicht heraus. Aufgrund eines Fluches war er halb Untot, so sagte man. Und wieder musste ich von Malagar die Schriftrollen zurückfordern. Es gab Gezetere, dass man doch keinen Untoten dulden könne, doch keiner wollte Malagar wirklich feststezen oder töten. Somit blieb Malagar eine Zeit lang in der bibliothek eingesperrt, bis er schliesslich aus dem Fenster sprang. Es machten sich dann einige auf ihn zu Verfolgen. Ich hörte dass einige örtliche Priester verlangten, dass er festgesetzt wird. Soweit ich dass erfahren habe wurde er dann irgendwo getötet. Sein Körper wurde eingeäschert und der Staub in alle Winde verblasen. Zur Sicherheit kopierte ich nochmal die Legende von Kang und Kulos.

Allerdings gab es noch dass Problem, dass laut dem Göttlichen Plan die Energie der Obelisken in einem Punkt gesammelt werden musste. Da ich mit den Obelisken schon einige Male zu tun hatte, und ich wohl annehmen konnte, dass ich das grösste Wissen darüber besass, machte ich mich in der Bibliothek daran, ein Ritual zu entwickeln. Glücklicherweise hatte ich in meinen Aufzeichnungen über die Zeitmaschine der Akademie Talionis eine Karte Eridmeas mit den Orten und den Zeichen der Oblisken des Energienetzes. Damit könnte man mit einer Magischen Suche eine Verbindung zu den Obelisken schaffen. Dann müsste man die Verbindung ausbauen und schliesslich die Energie hierherholen. Dann müsste man sie nur noch bündeln. Nach meinen Überlegungen sollte man zuerst die Energie der 20 Obelisken in 20 kleine Kreise holen. Für jeden Obelisken einen. Wenn dann die Zeit gekommen wäre, sollte man eine Verbindungslinie ziehn, die die Energie aus den Zwanzig Kreisen in der Mitte bündelt.
Ich arbeitete den Plan aus, entwickelte die nötigen Formeln, bei denen mir Serotonius nochmal sehr geholfen hat, und schrieb alles auf, so dass notfalls ein anderer Magier nach dieser Anleitung das Ritual hätte vollenden können.

Am letzten Tag kam glücklicherweise ein Mönch eines nahegelegenen Pathorklosters und übernahm die Bibliothek. Durch die bitte an Azroth erfuhr ich, dass die Aufgabe Pathors erfüllt sei, und nun sollte ich mich wieder der Aufgabe Azroths zuwenden. Leider musste der Azrothnovize schon am Nachmittag zu einem anderen Konvent aufbrechen. Wir besprachen die Aufgabe und begannen ein Gefäss zu bauen, welches durch einen magischen Zirkel und Energiewälle "Dinge" sicher aufbewahren konnte. Leider wurden wir wieder von Untotenangriffen unterbrochen. Schliesslich, am Nachmittag konnte ich in einem Ritual das Behältnis vollenden. Und ich spürte, dass der Segen Azroths darauf ruhte.

Dann begann ich mich um das Ritual zur Energiebündelung zu kümmern. Leider wurde immer noch diskutiert welche Methode zur Erweckung des Zwilling man nehmen sollte. Ob man die Glocke nehmen sollte, bei der wir vermuteten, dass sie die falsche Maske enthielt, oder dadurch, dass einer der Helden das Schwert Kang ergriff.

Leider kamen auf meine Fragen und meine Bemühen um weitere Magier leider nur sehr wenige Freiwillige. Am Ende bleib es an Alant, Roderik und Mir, das Ritual zu vollenden. Dank sei hier auch nochmal dem Rest des Zimmers 23, der uns bei der Vorbereitung des Rituals stark unterstützte.

Es war wohl die Zeit als das Festessen begann, als ich die Magier in der Bibliothek sammelte, um das Ritual durchzusprechen. Dabei überkam mich eine Vision. Die Götter waren unruhig. Tammuz hätte beinahe alles im Kloster an sich gerissen, um der Sache ein Ende zu bereiten. Auch die Anderen Götter spürte ich, wie sie sich direkt bei dem Kloster versammelt hatten und auf ihre Weise eingriffen.Was ich aber auch sah, lässt sich kaum mit Worten fassen. Es waren Farben da, wie ich sie nie gesehen, nie auch nur hätte vorstellen können. Und einige dieser Farben repräsentierten die Götter. Ich konnte sehen wie die Menschen und Wesen um mich herum aufgebaut waren, welchen Göttern sie nahe standen. Ich sah auch die Zwillinge, einer aus den reinsten Farben gebaut, der andere... war komplett ohne Farbe. Er war etwas vollkommen anderes. Nichts der 18 oder 19 steckte in ihm. Doch ich sah wie der Geist Kangs aufstieg und nach oben ging, zum Tempel, wo jemand das Schwert Kangs ergriff. Und als er dies tat, fuhr Kang in den Ergreifenden. Dann ging er raus auf ein Feld, wo ein Ritualkreis war. Dann erschien Eliasar und sie kämpften miteinander. Diese unglaubliche Vision musste ich allen mitteilen. Zufällig stieß ich im Hof dann auf einige Leute, darunter Godo und Tanor, die endlich eine Entscheidung fällen wollten. ALs ich ihnen von meiner Vision berichtete, forderten Sie mich auf den zu benennen, der das Schwert ergreifen sollte. Aus dem was ich gesehen hatte, meinte ich, dass Skyvaheri derjenige sei. Aber ich hatte auch erfahren, dass damit auch das Schicksal des Ergreifenden und Kangs ihre Erfüllung finden würde. Und so besiegelte ich also Skyvaheris Schiksal...
Nach dem Essen versammelten sich Alant, Roderick, Altaron, Serotonius, Gernwart und ich auf dem nahegelegenen Feld, welches ich in der Vision gesehen hatte. Dort begannen wir mit der Ritualvorbereitung. Leider war das Wetter nicht gerade das beste. Nach einiger Zeit kamen einige der 18 Träger der göttlichen Segen. Statt uns zu helfen, wollten sie lieber die Wache stellen. Mit der Zeit kamen noch mehr Leute, und als das Ritual schließlich vorbereitet war, sammelten wir die 18 Repräsentanten um uns. Erst wenn wir die 20 Obelisken mit dem Ritual verbunden hätten, sollten sie die letzten Linien möglichst gleichzeitig vollenden. Dann sollte sich die Energie in einem Punkt bündeln. Ich glaube zu der Zeit kam Skyvaheri mit dem Schwert und es tauchten am Rande des Feldes einige Untote auf. Wir begannen also damit, die Verbindungen zu den Obelisken herzustellen. Doch als wir gerade erst 14 oder 15 Obelisken eingebunden hatte, erschien in der Mitte Eliasar. Nach der ersten Verwirrung begannen wir die Verbindungslinien zu schließen, damit Eliasar hier mit möglichst viel Energie festgehalten werden würde. Der Held Skyvaheri/Kang begann Eliasar im Zweikampf anzugreifen. Dann vollendeten wir das Ritual, verknüpften die letzten Obelisken und schlossen die Energielinien. Um uns herum tobte der Kampf. Auch zwischen Skyvaheri und Eliasar. Doch Skyvaheri hatte sich geweigert die Hände Eliasars mitzunehmen, die den "Gott" an seine Sterblichkeit erinnern sollten. Glücklicherweise hatte Altaron diese an sich genommen und hielt sie Eliasar mehrfach vors Gesicht. Die Untoten bedrängten uns immer mehr. Schliesslich hatten sie uns zu einer dünnen Linie zusammengedrängt, kamen von vorne und von hinten, da besiegte Sky/Kang Eliasar. Doch auch Sky blutete aus vielen Wunden, so dass er danach auch ohnmächtig zu Boden sank. Erst als Altaron mich durch den Schlachtenlärm anrief, wurde ich dessen gewahr. Nun musste ich den Zerstörungsmechanismus aktivieren, mit dem das Ritual wieder aufgehoben wurde und das Energienetz Eridmeas wieder in seinen normalen Zustand zurückfiel. Danach rannte ich zu Sky, sah dass er noch lebte und schleppte ihn zu den Heilern. Ohne Eliasar wurden die restlichen Untoten rasch niedergerungen. Ich half noch auf dem Schlachtfeld bei den Verletzten. Dann sah ich, wie sich der Körper Eliasars entzündete und nur Asche überblieb. Aber die Hände Eliasars lagen noch unbeachtet auf dem Schlachtfeld. Ich nahm die Hände und im Tempel im Kloster übergab ich sie Tammuz. Auf dass wir nie wieder was von Eliasar hören.
Wir kehrten zum Kloster zurück. Um Mitternacht erscholl die Stimme Herons, die Skyvaheri/Kang zu sich rief, er solle ob seiner Taten als neunzehnter in das Pantheon aufgenommen werden. Doch Skyvaheri entschied sich den weg der Sterblichen zu nehmen und wurde von den Göttern ins Reich Eschgals geführt...

Die Helden feierten noch den Sieg über Eliasar und am nächsten morgen zogen sie von dannen...

Argentan XXIII

  © 2005 - 2018 Lost Ages inh. Jesko Trinks (Impressum)
None of the materials from this site may be reproduced without prior consent of the copyright owner.
Ohne schriftliche Erlaubnis des Inhabers der Rechte dürfen keine Inhalte kopiert werden.

Sollten Inhalte verwandt worden sein, deren Rechte bei Dritten liegen, wird um eine kurze Nachricht gebeten, damit diese entfernt werden können.