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Wie sich die Ereignisse zugetragen haben, erzählt von Amabilia Bardensang

Und siehe nun, dies ist die Legende von Eridalis, wie sie einst erzählt wurde euren Vätern und Vorvätern und wie sie erzählt werden soll in alle Zeiten so denkende Wesen euch hören können.

Einst stand an diesem Orte eine Stadt namens Eridalis und diese war eine der schönsten und mächtigsten Städte in ganz Eridmea und sie war gar seltsam, denn in ihr regierten die Frauen und waren das Herrschergeschlecht und die Männer verrichteten nur niedere Dienste und hatten keinen Teil an der Macht.
Und es heißt, das königliche Geschlecht wäre von der Schicksalsgöttin selbst auserwählt gewesen und in seinen Adern wäre das Blut der Göttin geflossen.
Und so kam es das dieser Stadt prophezeit worden war, was sonst nie gesagt worden zu sterblichen Herzen:
„Und du Eridalis, von meinem Blute, wirst die Macht haben, das Schicksal zu wenden und die Sonne des letzten Zeitalters zu werden. Es ist an dir, ob Licht oder Dunkelheit die letzten Zeiten bestimmen werden.“
Und diese Prophezeiung ließ das Herz der Frauen zu Eridalis stolz werden und übermütig wurde ihr Blick und verächtlich ihr Auge und sie sagten: „Siehe, wir sind es, die das Schicksal des letzten Zeitalters bestimmen. Wer ist uns gleich?“
Und so kam großes Unheil über Eridalis und Eridmea.

Und es brach an die Zeit des großen Krieges, der der Krieg der Brüder genannt wird, oder auch der letzte Krieg, denn wahrlich, auch wenn er vor vielen, vielen Jahrtausenden war, so war es doch der letzte aller Kriege, indem das Schicksal der Welt zu Grunde gelegt wurde.

Denn es war geschehen, dass in Rhyat, der Kornkammer des Reiches, seltsame Tempel gefunden worden waren und der gute König Bartholomäus XVI schickte seinen Berater Monostratos, den Magus, dorthin diese zu erkunden. Doch Monostratos wurde verderbt von einer Macht die älter war als die Götter und begann Tyrannei zu errichten. Und so sandte der König seinen ältesten Sohn Kulos, rein von Herzen und edel vom Geist, hin nach Rhyat den Tyrannen zu stürzen. Doch unheiliges Feuer beschwor Monostratos und verschlungen wurden die Armeen des Guten vom giftigen Hauch eines Sterns, der vom Himmel fiel. Und sie alle wandelten sich zu dem Volke der Unlichen, Vampire, Zombies, Widergänger und alles andere, was der Schrecken des Traumes ersinnen kann. Und Monostratos unterwarf Kulos, der bis zuletzt widerstand; und dessen Seele er raubte, nicht ahnend, dass er sich damit ein Monster schuf, dass nicht beherrschbar war durch seine Zauberkraft. Und Kulos ergriff das Schwert des Schreckens und schwang sich auf zum König über alle Kreaturen des Sterns, zum ersten der Unlichenkönige selbst. Und seine Armee trieb er voran, zu seiner Linken den Monostratos, zu erschlagen alles Lebendige und zu vertilgen alles Sein bis auf den Grund. Und so stürmten die Legionen der Toten über Eridmea und unvorstellbare Greul folgten ihnen und jeder Erschlagene verstärkte die Armee des Kulos. Selbst Bartholomäus konnte den Gefallenen nicht aufhalten, sondern wurde erwürgt von seines eigenen Sohnes Hand.
Da nahm Kang das Banner des Lichtes und Menschen und Elfen und Zwerge und Drachen scharrten sich unter seinem Banner, zu ergreifen die Schwerter des Lichtes und zu ziehen in den letzten Kampf zwischen Gut und Böse, denn das Ende der Welt war nahe. Und so marschierten die Heere des Guten entgegen ihrem Tod, nicht wankend, nicht zögernd, und weinend sahen die Frauen ihnen nach, die Kinder erhoben zum letzten Blick auf die Väter, die nie wieder kehren sollten.

Und Eridalis, die goldene Stadt, mit den Zinnen aus Silber und den Mauern, die nie eingenommen werden konnten, es sei denn durch Verrat, Eridalis lag in der Mitte der Heere, die aufeinander zurückten. Aber ach, das Juwel, das das Herz des Reiches bildete war faul geworden.

Und anstatt zu den Waffen zu eilen, statt ihre Tore weit zu öffnen für die Boten des Kang, statt alles zu tun, um der göttlichen Aufgabe gerecht zu werden, schwiegen die Weiber von Eridalis. Und die Königin verschloss die Augen und die Beraterin träufelte Gift in ihr Ohr, war sie selbst doch längst Kreatur des Bösen geworden. Und die Edelsten schwiegen aus Furcht und die, die nicht schwiegen, wurden verstummend gemacht.
Und Tag um Tag und Tat um Tat trieb Eridalis weiter fort von seiner Bestimmung und nährte in sich das Herz aus Dunkelheit. Schmach und Schande brachte es über sich.
Unschuldiges Blut der Götter selbst wurde vergossen, die Krieger Kaintors schmählich durch Sklavenhand umgebracht, Verrat gegen Gold begangen und vieles mehr, dass zu schreiben sich die Feder weigert.
Schmach, Schande und ewiger Fluch ward Eridalis.
Und als die Mauern fielen, verraten und geopfert, da wurde die Stadt geschliffen und kein lebendes Wesen entkam aus ihr, die Frauen wurden geschändet und ihre Kinder zerschmettert an den Steinen der Stadt.
Und Fluch, Fluch und tausendmal Fluch ward gesprochen von der Göttin des Schicksals selbst über jede Seele, die in Eridalis weilte. Gebunden warteten sie, geopfert von der bösen Beraterin dem Heere des Kulos, auf dass die verfaulenden Leiber in der Erde warteten bis er käme, sich seinem Heere anzuschließen. Und kein Flehen an die Götter half, denn die Göttin wandte ihr Antlitz ab, verraten von ihrem eigenen Blut.

Und doch, die Götter sind gnädig und gebunden an ihr Wort, denn mächtiger sind ihre Prophezeiungen als Ketten und Bande. Und ihr Blick reicht in die Äonen, denn Zeit bedeutet nichts vor den Augen der Unsterblichen.

Und so wurde geschaffen ein Ort der Zuflucht für den Wanderer, ein Ort des Gesangs, der Ruhe und Speise, unwichtig, unbedeutend und unauffällig, im Herzen der Trümmer der Stadt. Und Hannumak selbst erteilte den Segen, so dass keine Gewalt außer der der Götter selbst möge Schaden zufügen diesem Orte.

Und die Ruinen verschwanden überwuchert vom Unkraut. Und der große Fluß kam. Und die Menschen bauten auf Äckern. Und der Fluß trocknete aus. Und die Äcker verschwanden. Und die Bäume sprossen.
So entstand der Wald, der die Taverne umgab, genannt „Zu Hannumaks Hammer“ und drei Tagesreisen weit weg von jeglicher Siedlung, sei´s Nord- oder Südheim.

Und als nun die letzten Tage anbrachen und das letzte Zeitalter heranzog wie das Abendrot, dem die Nacht folgt, da war es an den Göttern ihr Wort zu Erfüllen.
„Und du Eridalis, von meinem Blute, wirst die Macht haben, das Schicksal zu wenden und die Sonne des letzten Zeitalters zu werden. Es ist an dir, ob Licht oder Dunkelheit die letzten Zeiten bestimmen werden.“
Und dort wo die Kinder der Göttin versagt hatten, da wurde das Schicksal gesponnen von Fremden, gelegt in die Hand derer, die nicht aus dieser Stadt, zu erlösen die Seelen, die dort gefrevelt und zu wenden das Schicksal der Stadt, auf dass sie zu einem Lichte werde in den Nächten der Dunkelheit, die nun folgen.

Und so gab die Göttin einigen von ihnen zu sehen die Frevel und sie gab ihnen den Faden und den Webrahmen zu spinnen ein neues Geschick. Und so ich vieles berichten könnte von den Taten derer, die sich dort versammelten, so kann ich doch nicht aller Helden bedenken, die dort ganz auf sich allein gestellt sich den Träumen stellten, dass wieder gut zu machen, was vor jahrtausenden geschehen und die Seelen zu erlösen und Hoffnung zu geben den Kindern dieses Zeitalters, welches das letzte sein wird.

Und so kam es, dass sich weigerte der Hauptmann blutiges Gold zu nehmen und töten zu lassen die Prinzessin. So wendete er das Geschick, denn die jüngere hätte den Einflüsterungen nicht nur gelauscht, nein, sondern sie gierig ergriffen und Kulos die Tore geöffnet, mit den Schädeln der Kinder als Trinkbechern zu seinem Empfang.

Und so kam es, dass selbst die Sklaven in Eridalis zu edel, einen gefangenen Krieger abzuschlachten. Und obwohl sie nicht wussten, ob der Richtblock ihrer warten würde, so weigerten sie sich doch, das Schwert zu ergreifen. Und der Segen Kaintors ward bewahrt über der Stadt und der Bote der Drachen entkam, die Armee des Kang zu warnen.

Und so kam es, dass die letzte Zuflucht des Guten nicht in die Hände fiel der gierigen Beraterin. Das Geheimnis konnte nicht entrissen werden unter der Folter und noch heute ist es Gewissheit, dass ein Ort wartet, auf die Überlebenden in den Zeiten der Finsternis und das eine den Weg weiß, zu weisen diese Straße, wenn alles verloren.

Und so kam es, dass die Mauern nicht verraten und die Tore nicht geöffnet wurden. Wahrlich, wenig erscheint es, war es doch nur ein einziger Tag der so gewonnen werden konnte. Doch siehe, in diesem Tag gelang es den Magiern, ihr kostbarstes Artefakt zu verbergen, so dass es nicht gelang in Monostratos Hand. Ohne diese Waffe nun muss er euch entgegentreten. Und ewig wird in den Hallen der Zwerge gedacht werden des Zwerges, der ein wahrer Zwerg und die Ehre seines Volkes nicht verraten.

Und so kam es, dass die, die voller Trauer war, nicht den leichten Weg wählte, sondern die Qual des Lebens. Und der Schlüssel der Wächterin gelangte nicht in unwürdige Hand, so dass der Bund noch immer besteht.

Und so kam es, dass dem unschuldigen Kinde der Götter nicht das Genick gebrochen, sondern dass es gegeben wurde dem Totengräber auf dass es überlebe. Und das Amulett wurde dem Kindeskind gegeben auf dass es sich erinnere. Und so erwachte großer Zauber im Blute des Kindes und ein jeder Magus kann ihn nun lernen auf dass die Untoten unter seinem Worte und Blicke zerfallen zu Staub aus der Ferne. Wahrlich, mächtige Waffe habt ihr gerettet zu widerstehen den untoten Heeren!

Und so geschah es, dass die Beraterin nicht sich nehmen konnte traumhaftes Wesen und sich nicht schwängern ließ, auf dass ihr Knabe aus beiderlei Blut beide Welten einst unterwerfen könnte. Wahrlich, euch mag es nichts bedeuten. Doch nun, da der Bastard nicht gezeugt und nicht empfangen ist, sicher sind die Länder von Traum und ihre Bewohner.

Und so geschah es, dass der Priester des Yersinias nicht vergiftet wurde von seines Lehrlings Hand. Wahrlich besser wäre es gewesen, wäre der Ring entführt worden oder ihre Kehle durchschnitten. Doch so gelang es zumindest, dass Klage geführt wurde vor dem hohen Rat und Kunde nun herrscht von den Ringen des Monostratos, die fähig sind, sein scheinhaftes Selbst zu holen an jeden Ort, auf dass er durch sie sehe und höre.

Und so geschah es, dass der Bote nicht verbrannt wurde ob seiner Botschaft, sondern das Buch gerettet und gebracht zu dem, dem es bestimmt. Damit der Faden den die Götter weben seit uralten Zeiten weitergesponnen wird zu einem neuen Lied.

Und vieles Mehr geschah, was den Augen der Sterblichen verborgen, doch den Göttern wohlbekannt.

Und er, der nach dem Licht strebt, tötete nicht die Dunkelheit, sondern erbot sich, die Last zu tragen. Und Hoffnung gab er dem, was ohne Hoffnung, Mut dem, der Verzweifelt, Leben dem, was tot. Und so ist die Hoffnung der Götter, dass nicht Blut an seinen Händen sei, sondern dass er eine einzige Seele vor Monostratos gerettet habe. Denn wenn es dieser Seele durch seine Hilfe gelang zu Yersinias zurückzukehren, siehe, dann ist ein Weg gewiesen wie der Bann gebrochen werden kann, der die Unlichen versklavte und machte aus Menschen Monster. Wenn sein Weg ins Licht diese Seele trug, dann wisset, werdet ihr einen Weg haben zu erlösen die, die dem Bösen anheim gefallen sind, gleich was sie nun an Schrecken sind.

Und vieles andere geschah noch an diesem Ort, Heiliges und Unheiliges, dass vermischt wurde mit den Geschicken der Stadt ohne Teil an diesen zu haben.

Siehe; die Novizin der Alogrimonde erhielt ihre Priesterschaft – die Wege dahin seien nicht genannt, doch Alogrimonde selbst hinterließ ihre Spur hin zum Schrein.
Siehe; der arme Geist des Diebes wurde erlöst durch mancherlei Tat, nicht die geringste davon ein Klettern auf´s Dach und das Backen gar köstlicher Pfannkuchen.
Siehe; der Priester der Tammuz wurde erlöst – doch wahrlich nicht so wie er es gedacht. So sei dies euch zur Warnung: Die Götter hören einen jeden Schwur! Und dieser Schwur ist noch nicht erfüllt. Geopfert werden sollte eine jegliche Seele der Stadt dem Gotte Moluk K´than der an anderen Orte genannt wird Slanesh. Und aus freiem Willen und ohne der Götter zutun wurde dieses Versprechen gemacht. So nun der, der es schwor, auch wandere an anderen Ort, die Götter werden ihn finden und erinnern an seinen Schwur!
Siehe; die tote Geschichtenerzählerin wurde nicht vernichtet, auf dass sie einginge in Eschgals Hallen, sondern man ließ sie wandeln, damit sie ihr Wissen weitergebe. Wahrhaftig klug ward dies den Unwissenden gegenüber, doch grausam ward ihr zu ihr. Bruchstücken, nicht Wissen gabt ihr ihr. So wird sie nun wandeln ohne selbst, dass ihr hätte gegeben werden können, reines Werkzeug der Götter ohne Vergangenheit.

Am Ende aber geschah es, dass alles sich fügte. Und der von göttlichem Blut, dem es gegeben ward, die Toten zu bestatten, erinnerte sich des Zaubers, der es jedem Sterblichen möglich macht, die Unlichen zur Asche werden zu lassen, Macht des Wortes und des Blickes.
Und der verfluchte Grundstein wurde zerstört. Und siehe endlich, endlich, durften die Toten ruhen nicht mehr wachend auf die Rückkehr ihres Herrn Kulos. Endlich konnten sie eins werden mit der Erde, in der sie so lange lagen. Endlich konnten ihre Seelen zu den Göttinnen des Todes, getragen von den Schwingen des Raben, des Boten, der seit so langer Zeit zum ersten male wieder seine Pflicht tun konnte.

Und so die letzte Schlacht kommt – und seiet gewiß, sie wird kommen – so werden die Toten von Eridalis nicht gegen die Heere des Lichtes streiten, sondern erlöst werden sie sein in den Armen der Götter.
Und die Zuflucht wird nicht verloren und der Schlüssel des Bundes nicht vernichtet und die Ehre der Krieger wird unverletzt sein.

Wahrlich, wohl getan habt ihr, der Götter Fluch sei genommen von Eridalis. Und dies sei geprophezeit im Namen aller Götter

„Und ihr, von fremden Blute, werdet die Macht haben, das Schicksal zu wenden und die Sonne des letzten Zeitalters zu werden. Es ist an euch, ob Licht oder Dunkelheit die letzten Zeiten bestimmen werden.“
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