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Die Heronlegende

Es war aber zu der Zeit, in der Amin der Krieger König und Hochthan Von Eridmea war, dass die Horden Rhyats die Ewige sich aus den Fluten erhob und die Unlichen in Horden über das Land strömten aus den Sümpfen wie Nebel und wie eine Flut aus totem Fleisch und die Städte Sadum und Mohrra zerstörten und viele Dörfer und ihre Bewohner vernichteten und zu Unlichen machten und das Weheklagen der Menschen stieg auf zu den Göttern. Und es war bitterkalt in dieser Zeit, denn die Unlichen waren von großer Macht und die Untoten störten sich nicht an den Wintern, denn ihr Blut war schon kalt, die Menschen aber, Bauern wie Soldaten litten und verdarben. Nun war dort ein Pass in den Bergen, die das Reich Eridmea von seinem verlorenen Fürstentum Rhyat trennten, der damals Rinkapaß hieß, nach dem Dorf Rinka, dass in der Nähe lag. Dieser Pass war der einzige Weg, denn die Sümpfe waren gefährlich und die Schluchten kaum zu überqueren mit einem Heer und der Pass ward so zum einzigen Weg, doch war er so eng, dass keine zwei Wagen nebeneinander fahren konnten. Und dort gab es ein Lager von Soldaten. Diese aber wa-ren sehr wenige und weil Winter war und der Schnee fiel bekamen sie keine Hilfe. Und da die Unlichen kamen gab es nur wenig Wild in der Nähe und so waren sie verzweifelt.
Und viele gingen fort und legten ihren Wappenrock ab, oder gingen nach Rinka, wo sie sich aufwärmten, und die Mutigen verhungerten oder erfroren oder vielen den Krallen der Unlichen zum Opfer und mussten von ihren Freunden ein weiteres Mal getötet werden und ein weiteres mal, denn es war zu kalt Feuer zu entzünden um sie zu verbrennen. Und viele wurden wahnsinnig vor Hunger und Angst und wie die Tiere und schließlich war nur noch ein einziger Soldat dort und dessen Name war Heron und er war einst ein einfacher Wächter gewesen. So wachte er dort am Pass in den Tagen und in den Nächten und er war groß und stark und biegsam wie ein junger Baum und sein Herz schlug stark. Und als er sah, dass er alleine war in der Kälte und keine Freun-de, die seine Seiten schützten, fällte er Bäume und stapelte sie und übergoss sie mit Wasser und betete zu den Göttern und der Wall links und rechts von ihm wurde wie Stahl und der Pass so eng, dass nur ein Mann hindurchkonnte.

So war das Wirken der Götter. Und er stellte seien Axt vor sich und erwartete die Horden von Rhyat. Und als die Schlacht kam gab es keine Zeugen außer den Göttern, denn es war zu kalt und kein Wesen kam aus seinem Bau oder Haus. Aber nach einem Mond wurde es wärmer und Tarashs Antlitz verhüllte sich nicht länger vor Trauer. Und als die Bürger Rikas zu der Stelle zogen, an der Heron gewacht hatte fanden sie ihn zu einer Eissäule erstarrt und noch im Tod den Pass versperrend. Und vor ihm lagen die Unlichen wie ein Wall, Welle um Welle, wohlhundert mal hundert mal hundert an der Zahl und das Reich war gerettet. Aber niemandem gelang es Heron zu bewegen und zur Ruhe zur betten und nie-mand ertrug seinen eisigen Blick. Erst als Tarash selbst seine Stimme erhob, zum dritten mal seit Beginn der Zeit zu den Ohren der Menschen und sprach „Lege dich jetzt zur Ruhe denn deine Wacht hat nun ein En-de“ wandte der Held Tarashs Antlitz sein Gesicht zu und lächelte. Dann erschlaffte er und ward tot. He-ron aber wurde in das Reich der Götter erhoben auf den Ratschluss Tarashs nach Willen der Spinnerin und ist Wächter der Pforte des Reiches und Beschützer der Soldaten und Wächter geworden. Sein Körper aber wurde dem Feuer übergeben auf dass er verging. Und an der Stelle wurde eine Feste gebaut, die heute noch den Pass schützt und die wir Herons wacht nennen, zum Gedenken an unseren Gott.

Aber seit Herons Tod wachsen in diesem Tal Blumen, die weiß sind wie Schnee und geformt sind wie Sturmglocken und blühen, wenn die Kälte geht. Und man nennt sie Heronsblüten und sie sind den Untoten ein Verhängnis.
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