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Kang und Kulos

Es war vor sehr, sehr langer Zeit, nachdem der 19 Gott verbannt worden war, da hatte ein König na-mens Bartholomäus XVI. zwei Söhne, die hießen Kang und Kulos. Beide waren rechtschaffende, gute Prinzen; rein im Herzen, mutig in der Tat und gerecht in ihrem Urteil. Damals wurden in der Provinz Rhyat, die damals noch die Kornkammer des Reiches war und keine Unlicheninsel, die Überreste einer Hochkultur entdeckt, deren Ursprung so weit in der Vergangenheit lag, dass sich niemand mehr an irgendetwas erinnern konnte, das mit ihr zusammenhing. Monostratos, der o-berste Hofmagus, bat König Bartholomäus, eine Expedition dorthin unternehmen zu dürfen, um Untersuchungen anzustellen. Monostratos war ein böser Geselle, der nach Macht gierte, um seine Stellung zu verbessern und vielleicht sogar irgendwann sogar Bartholomäus XVI. zu stürzen. Im Sinne dieser Hoffnungen zog er mit einer Gruppe weiterer Magier los, die nichts von seiner wahren Bosheit ahnten, dem charismatischen Monostratos aber tief ergeben waren. Als die Gruppe in den uralten Ruinen ankamen, die fast vollständig vom Wald in Besitz genommen waren, fanden sie bei ihrer langen Suche einen versteckten Eingang. Tief hinab in die Erde führte eine Treppe und endete in einem gro-ßen Saal. Schauderhafte und abnorme Fresken zogen sich über die Wände. Das Dunkelrot der Wände erinnerte an getrocknetes Blut. Auf einem Podest in der Mitte des Raumes stand ein grüner Quader, der von innen her strahlte. Sein grünes Leuchten warf düstere Schatten auf die blutige Farbe der Wände. Zielstrebig ging Monostratos auf das Podest zu und bevor seine Anhänger ihn aufhalten konnten, berührte er den Quader. Das veränderte ihn für immer. Ein uraltes boshaftes Wesen lag am anderen Ende einer Verbindung, für die der Quader als Sender und Empfänger diente. Monostratos ohnehin schon dunkle Seele wurde nun tief schwarz. Uraltes Wissen drang in seinen Geist ein und seine Macht vervielfachte sich. Er befahl seinen Leuten, den Gegenstand ebenfalls zu berühren, was diese endgültig zu seinen willenlosen Dienern machte.
Nur einer stellte sich gegen ihn und wurde von seinen seelenlosen Schergen erschlagen und sein Blut verrann im Staub. Sein Name war Erisehl, aus dem Geschlecht der Elfen.
Mit seiner neu gewonnen Macht und mit der Unterstützung seiner Diener rief Monostrathos Monster aus der See herbei, mit deren Unterstützung er es in kurzer Zeit schaffte, Rhyat zu unterwerfen. Das Terrorregime, das sie errichteten, war fürchterlich. Durch einen Bauern, der es geschafft hatte, zu fliehen, erfuhr König Bartholomäus von dem Verrat seines Hofmagus. Damit eine drohende Hungersnot verhindert werden konnte, musste er schnell handeln.
Doch Visionen plagten ihn. In einem immer wiederkehrenden Traum erkannte er, dass er einen seiner Söhne schicken müsse, um sein Land vor dem Untergang zu bewahren und Monostrathos zu besiegen. Der Sohn aber, den er schicken würde, würde ein Schicksal erleiden, welches schlimmer als der Tod wäre. Nach langem Ringen schickte er Kulos. Er gab ihm aber den „Rubin der Könige“, einen Edel-stein der seit Äonen von König zu König weitergegeben wurde, in der Hoffnung, dieser Talisman würde seinen Sohn behüten.
Monostrathos und seine Diener, nun ebenfalls fähige Magier erfuhren bald, dass sich Kulos mit einer Armee, die schnell mobil gemacht werden konnten, gegen sie zog. Sie bereiteten ein großes Ritual vor, von dem sie wussten, dass es jeden Feind vernichten würde und von dem sie durch Monostrathos erfahren hatten. Monostrathos wusste als einziger, was genau das Ritual bewirkte, behielt es aber im Bund mit der finsteren Macht für sich. Wobei er erst viel zu spät erfahren sollte, dass auch er nicht die ganze Wahrheit kannte.
Als Kulos mit seinen Truppen vor die Tore der Magierfeste zog, wirkten die Magier das grausige Ri-tual. Ein grün schimmernder Meteorit, welcher aus dem gleichen Material zu sein schien, wie der Quader, schlug in das belagernde Heer ein. Die Wirkung war verheerend. Die Strahlung, die der Komet bei seinem Einschlag abgab, verwandelte alle Bewohner Rhyats in Unlichen, genau wie die Ar-mee von Kulos. Außerdem trennte er Rhyat von der Landmasse ab. Nur Kulos war nicht betroffen. Der Rubin der Könige schützte ihn. Aber seine eigenen Truppen nahmen ihn gefangen und schleiften ihn zu Monostrathos. Doch selbst als der böse Magier Kulos den Rubin der Könige nahm, und auch Kulos zum Unlichen wurde, widerstand er dem Bösen, denn seine Seele war rein und gut und nichts böses konnte sie erreichen. Monostrathos setzte Kulos Qualen aus, wie sie noch nie ein Mensch zuvor erlitten hatte. Schließlich, nachdem die Folter keinen Erfolg gezeigt hatten, bediente sich Mo-nostrathos einem der dunkelsten Rituale. Er entriss Kulos seine Seele und setzte statt dessen einen Splitter des Kometen ein. Kulos Seele opferte der dunkle Ermagier dem bösen Wesen, dem er voll und ganz diente. Kulos war nun tot im wahrsten Sinne des Wortes. Was nun existierte war ein Wesen mit Kulos Intelligenz und Wissen, aber angetrieben nur von Hass und Grausamkeit und nichts anderem. Doch Monostrathos hatte etwas übersehen. Das Wesen, dass früher einmal Kulos gewesen war, war der dunklen Macht nun viel näher als der ehemalige Hofmagus. Auch Monostrathos konnte ihm keinen Widerstand nichts entgegensetzen, denn wer immer dem Bösen an sich diente, dass durch das uralte Wesen aus der fremden Dimension verkörpert wurde, musste nun Kulos dienen. So zog Kulos in den Krieg gegen sein eigenes Land und seine eigene Familie. Doch vorher ließ er sich von den Magiern ein Schwert aus einem Teil des Kometen schmieden. Das Schwert raubte jedem, den es erschlug, seine Seele und schickte sie in die fremde Dimension, wo sie von dem bösen Wesen verschlungen wurde. Kulos zog mit seinen Untoten Truppen durch Eridmea; Tot und Vernichtung eilten ihm voraus und hinter ihm blieb nur Asche zurück. Sein Vater zog ihm mit den Verteidigern Eridmeas entgegen. Als sich die Armeen trafen, bat der König seinen Sohn, mit ihm zu sprechen und ihm zu erklären, was passiert sei. Er ahnte nicht, was aus seinem geliebten Sohn, dem guten Prinzen, geworden war. Als die Beiden sich Auge in Auge gegenüber standen, lachte Kulos den König aus und erwürgte ihn mit bloßen Händen. Sein Lachen war am lautesten, als er Bartholomäus, kurz bevor dessen Seele in das Reich von Eschgal übergehen konnte, sein Schwert in die Brust rammte, um seine Seele dem Bösen zu opfern. Kulos überrannte Eridion, die Hauptstadt des Reiches und tötete alle, die die nicht geflohen waren. Sein Bruder stellte sich ihm schließlich entgegen und so begann der Krieg der Brüder. Lange erschien es so, als würde Kulos siegen, dann wieder gewann Kang die Oberhand. Stadt um Stadt wurde verheert, das Land blutete aus.
Pathor sah dies mit Grausen, denn die ganze Welt stand in Flammen und jeder kämpfte. Alle Völker im ganzen Reich. Bibliotheken brannten nieder, Kulturen wurden ausgelöscht- nur noch der Krieg zählte. Da die Kraft eines Gottes proportional zu seiner Verehrung ist, sank die Macht Pathors. Pathor und auch die anderen, nicht viel weniger beunruhigten Götter wollten eingreifen, da sprach die Webe-rin eine Prophezeiung: „Einer dieser Brüder ist jener, welcher das letzte Zeitalter einläutet, wenn er den anderen besiegt. Einer dieser Brüder ist jener, mit dessen Taten die Welt beginnen wird mit ihrem Ende. Das Gute und das Böse werden streiten ein letztes mal, wenn der Kampf der Brüder entschieden ist.“
Die Götter scheuten die Konsequenzen Kulos zu stoppen, da die Weberin nicht verkündete, welcher Bruder das letzte Zeitalter einleiten würde. Deswegen stieg Pathor hinab auf die Welt und nahm beide Brüder aus der Zeit. So wurde die Katastrophe abgewendet. Seit dieser Zeit wachen Pathormönche in einem Kloster über der Grabstätte der Brüder und Hanumak selbst baute etwas, das den Mönchen zeigen sollte, wenn die Gefahr drohe, dass einer der Beiden aufwacht. Die beiden Körper befanden sich in Sarkophagen, die sich wiederum in je einem Zeitfeld befanden, durch das es kein durchkommen gibt. Es sei denn, einer der Brüder erwacht und auch dann besteht noch das Feld um den anderen.
Später wurde Rhyat vernichtet, Kang opferte sich und Kulos erwachte... aber das ist eine andere Geschichte.

siehe: Legendenkreis: der 19. Gott
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