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1. Teil – Von den Anfängen bis zur 11. Dynastie

Angefertigt im Auftrage seiner königlichen Hoheit Sedain I Ritter aus dem Geschlechte der Drachenkrieger Erster König des Geschlechtes der Sedaiden Des 18. Königsgeschlechtes Eridmeas Möge er lange herrschen und sein Geschlecht 18 mal 18 Generationen umfassen. Angefertigt von Amabilia Pfauenfeder aus dem Geschlechte der Bardensangs Jüngste Erbin aus dem Ge-schlechte Markus Bardensangs

Vorwort

Mögen die Götter dieses Werk segnen und mögen mir die Geister der Vergangenheit gnädig sein, wenn ich ihnen Unrecht getan habe. Nach bestem Wissen wurde dieses Werk zusammengestellt, nach den vertrauenswürdigsten Zeugen und Quellen und nach bestem Gewissen geordnet. Mögen mir die verzeihen, die manches Bedenkliche hier finden, doch bei meiner Seeligkeit in Eschgal gelobe ich, dass nichts hiervon erfunden ist, sondern alles aus den Quellen der Vergangenheit. Gerechtigkeit habe ich angedeihen lassen den Königen Eridmeas im Guten wie im Schlechten, nichts habe ich beschönigt, doch auch nichts verschlechtert. Es war außerordentlich schwierig dieses Werk zu gestalten, da viel durch die Wirren der Zeiten, Kriege, Brände und andere Katastrophen ausgetilgt wurde, manches auch bewusst vernichtet durch der Menschen Willkür. Hinzu kommt, dass zu alten Zeiten mit jedem neuen Geschlechte eine neue Zeitrechnung eingeführt wurde und in jüngerer Zeit die Könige sogar mit ihrer eigenen Einsetzung wieder von Neuem begannen. Somit ist es schier unmöglich zu bestimmen, wie weit die Aufzeichnungen wirklich zurückreichen. Ich habe mich bemüh, die Chronologie zu waren, indem ich die Könige in ihrer mir korrekt erscheinenden Abfolge aufgelis-tet habe, ohne die Nennung von verwirrenden Jahreszahlen. Dort, wo es bekannt war, habe ich hinzuge-fügt, wie lange der jeweilige König regiert hat und durch Hinweise auf die allgemeinen Geschehnisse in Eridmea ist es somit vielleicht möglich - für jemanden, der weiser ist als ich – herauszufinden, wie lange Eridmea schon unter der Gunst der Götter steht. Ein umfassendes Geschichtswerk der eridmeischen Geschichte wird folgen, wenn dieses hier dem König wohlgefällt und er bereit ist, dies Werk gnädig zu unterstützen. Heil sei Pathor. Die ersten 6 Dynastien (Anmerkung: in dieser Zeit könnte die legendäre Bannung des Fünften der Fünf erfolgt sein, angeblich einer Wesenheit, die mit seinen vier Gefährten noch vor den Göttern existierte, doch dies ist häretisches Schrifttum) Leider ist wenig über die ersten 6 Dynastien bekannt. Sie verschwinden fast ganz im Dunkel der Geschich-te, da der erste große Krieg, der mit der ersten Schlacht endete, fast alle Aufzeichnungen darüber vernichtet hat. Die erste Dynastie Der erste legendäre König Eridmeas soll Erin, der Seefahrer gewesen sein, der durch die Gnade der Götter hier in Eridmea landete. Woher er kam ist ungewiss, doch leitete er sein Geschlecht auf den Göttervater Tarash selbst zurück, Er gründete die Hauptstadt Eridion und es heißt, dass erste Geschlecht sei gesegnet gewesen mit einem Verstande und Herzen wie aus Gold. Die zweite Dynastie Über das zweite Geschlecht ist nur der Name des Gründers bekannt. Er soll nach dem Gotte Anuket Anu-kat genannt worden sein und leitete sein Geschlecht eben von diesem Gotte ab. Er gründete die Stadt Anu-kam, die auch heute noch den wichtigsten Seehafen Eridmeas darstellt. Angeblich übernahm er die Macht, da das goldene Geschlecht frevelte, doch Näheres ist nicht bekannt. Es heißt, dieses zweite Geschlecht sei gesegnet gewesen mit einem Verstande und Herzen wie aus Silber. Die dritte Dynastie Über das dritte Geschlecht ist der Name der Gründerin und ihres Nachfolgers bekannt. Sie hieß Anis und ihr Sohn Arminius. Es wird berichtet, dass das Geschlecht Anukats ausgelöscht wurde durch eine große Flut, die einen großen Teil Eridmeas im Meer versenkte. Die Götter wandten sich ab von dem Geschlechte der Menschen und erwählten ein neues Königsgeschlecht aus den Elfen. Es heißt damals hätte es noch 3 Geschlechter der Elfen in Eridmea gegeben. Die Eledriel, die Glamdriel und die Mordriel, aber hierzu ist wenig bekannt in den Überlieferungen der Menschen und die Elfen wünschten nicht mir Auskunft zu ge-ben über diese Zeit. Es wird überliefert, dieses wäre von der Gestalt und vom Herzen wie edelste Bronze gewesen. Es ist uns Menschen leider nichts Genaueres bekannt, doch es scheint, als wenn es einen Krieg unter den Elfenrassen gegeben hätte und die Rassen in ein anderes Land – eine andere Welt ? – fortgezo-gen wären zum Teil. Auf jeden Fall endete dieses Geschlecht und die Götter entzogen ihm seine Huld. Aus dieser Zeit sollen auch die brennenden Ebenen stammen, die Zeugnisse seien sollen des ersten großen elfi-schen Krieges und die bis heute weiterbrennen. Mögen die Götter uns vor diesen Schrecken bewahren. Die vierte Dynastie Die vierte Dynastie wurde begründet von Eisengrein Hammerfaust aus dem Geschlechte der Zwerge. Es war wahrlich von Erz, sowohl in seinem Äußeren als auch in seinem Herzen. Leider gibt es keine menschli-chen Aufzeichnungen aus dieser Zeit und die Zwerge reagierten auf jedwede Frage äußerst – ungastlich. Somit können nur Vermutungen über dieses Geschlecht angestellt werden, doch ist es sicher, dass die könig-liche Zwergenfeste einst auf dem Gipfel des Berges ruhte, der damals Tarashs Tempel und heute Tarashs Zorn genannt wird. Dieser Berg, den manche der Gelehrten einen Vulkan nennen, spuckte immer wieder Feuer und glühende Steine über die Ebenen und verbrennt mit seinem heißen Zorn alles, was sich ihm in den Weg stellt. In den Aufzeichnungen der Akademie zu Talionis gibt es einen Hinweis, dass eine uralte Zwergenfeste, dort erbaut für ein königliches Geschlecht, durch den ersten Ausbruch des Zornes Tarashs zerstört wurde. Es ist zu vermuten, dass es sich hierbei um den Sitz und das Ende des Geschlechtes derer von Hammerfaust handelte. Eine Verbindung zu den Feuerdrachen ist in keiner Form überliefert. Die fünfte Dynastie Die fünfte Dynastie wurde begründet von Har´Ta´Kor, dem Feuerdrachen, Auserwählter des Azroth und der Götter. Es war das erste und bisher einzige Mal, dass das Geschlecht der Drachen über Eridmea herrschte und es gibt in den Aufzeichnungen der Menschen nur sehr wenig Wissen darüber. Es heißt, der Drache sei erwählt worden von den Göttern Eridmeas persönlich, da er ein Herz aus Feuer hatte. Alle an-deren Drachengeschlechter, sowohl die Erd- als auch die Luftdrachen und selbst die seltenen Wasser- und Eisdrachen sollen sich ihm untergeordnet haben. In den wenigen Überlieferungen dieser Zeit heißt es, dass es das Zeitalter war, wo die Götter Krieg untereinander geführt haben. Seltsamerweise werden die Götter Eridmeas jedoch nie erwähnt. Es gibt eine uralte Legende die „Vom Streite der Fünf“ heißt, dabei wird vermutet, dass es möglicherweise ein Streit zwischen den fünf machtvollsten Göttern gewesen sein könnte, ohne dass ich es wagen würde, diese zu benennen. Dies soll das legendäre Zeitalter gewesen sein, wo die mythischen Pforten Eridmeas geschlossen worden sein sollen. Diese Pforten, von denen einige Namen tra-gen wie „die goldene Pforte“ oder „die silberne Pforte“ sollen Tore gewesen sein in andere Länder oder Wel-ten. Die Überlieferung ist hier ungewiß. Auch ist nicht gewiß, ob sie wirklich während der Herrschaft Har´Ta´Kors geschlossen wurden, da es noch mehrere Legenden gibt, die die Schließung der Tore auf ein späteres Zeitalter festlegen. Sicher ist, dass diese Dynastie nur aus der Person Har´Ta´Kors bestand, wes-wegen manche Historiker meinen, man dürfte sie nicht zählen zu den Dynastien. Ich finde, dies täte einem großen Herrscher Eridmeas Unrecht. Die sechste Dynastie Über die sechste Dynastie wissen wir nichts, außer dass es in einigen Textfragmenten heißt, dass dann „ein Königsgeschlecht des Krieges“ kam. Har´Ta´Kor verstarb – die genauen Umstände sind nicht bekannt. Es heißt, er „durchschritt das letzte Tor“. Und da die Drachen keinen Nachfolger wählten, scheint ein neues Geschlecht den König gestellt zu haben. Leider ist noch nicht einmal die Rasse bekannt und in den Auf-zeichnungen der Elfen, Zwerge und Menschen finden sich keine Hinweise. Über die Zeit existieren generell wenig Aufzeichnungen. Leider gibt es auch keine Hinweise darauf, wie das Geschlecht beendet wurde oder ob es nun ein Geschlecht „des Krieges“ oder „des Kriegers“ war. Aufzeichnungsfehler sind möglich. Es gibt außerdem keinerlei Aufzeichnungen, wer hier mit wem Krieg geführt haben könnte. Manche Geschichtsfor-scher behaupten, hier hätte der erste Krieg mit den Cho – Ja stattgefunden, doch dieser ist mit Entschieden-heit wesentlich später zu datieren. Manche vermuten, es könnte sich um einen Krieg gegen die Wesen han-deln, die zu der Jahreswende der Einsetzung König Sedains I von der Witwe König Theoderichs, des Schre-ckens Eridmeas, beschworen wurden und die man im Allgemeinen „Schreckenslords“ nennt. Doch diese Be-hauptung kann in keiner Form bewiesen werden, auch wenn es logische Annahmen gibt, die sie unterstüt-zen. Die siebente, achte und neunte Dynastie (Anmerkung: In dieser Zeit soll die Bannung eines 19. Gottes erfolgt sein. Doch dies ist häretisches Schriftgut)) Die siebente, achte und neunte königliche Dynastie Eridmeas werden in einigen wenigen Schriften des Or-dens der Göttin des Schicksals erwähnt. Die Priester erlaubten mir jedoch keinerlei Einsicht in die heiligen Aufzeichnungen, selbst auf königliches Geheiß hin nicht, da sie nur ihrer Gottheit, aber keinem König Un-tertan seien. Sie teilten mir nur Folgendes mit: „Die siebente königliche Dynastie Eridmeas wurde begründet von Zolon, dem Schicksalsträger und die neunte Dynastie endete mit Azmuriel, dem Schicksalserfüller. Diese königlichen Dynastien waren geprägt von Leid und Schmerz und Verdammung. Sie herrschten während das Schicksal der Götter Eridmeas sich erfüllte. Mehr braucht ihr nicht zu wissen.“ Leider ist diese Aussage in keiner Form befriedigend. Eigene Forschungen haben ergeben, dass sämtliche ! Aufzeichnungen aus anderen Tempeln anderer Götter erst mit der zehnten Dynastie beginnen. Auch alle Texte, selbst die aller ältesten Gebete stammen erst aus der Zeit danach. Weder bei den Drachen, noch bei den Elfen, noch bei den Zwergen sind Aufzeichnungen über diese Dynastien vorhanden. Interessant ist allerdings, dass diese alten Rassen Eridmeas für diese Zeit einen Namen haben und teilweise die Dynastien wohl zu einer Zeitperiode zusammenfassen. Bei den Drachen heißt diese Zeitspanne „Die Zeit der Verban-nung und Vergessens“, wobei es keinerlei Hinweise gibt, die diese Benamsung auf ein historisches Ereignis beziehen ließe. Die Namensgebung ergibt somit überhaupt keinen Sinn, sie wird trotzdem allgemein akzep-tiert ohne jedes Nachfragen. Bei den Zwergen heißt diese Zeit kurz „Katzengoldzeit“. Auf Nachfrage er-klärte man mir, dass Katzengold wohl ein Metall ist und ein zwergischer Ausdruck für Betrug oder uner-füllte Hoffnungen. Anscheinend fand man damals eine größere Erzader, doch der Einbruch der Miene kos-tete hunderte von Zwergen das Leben. Bei den Elfen heißt dies, „die Zeit der Traurigkeit des Schicksals“. Es gibt Hinweise darauf, dass unter den Elfen zu dieser Zeit eine furchtbare Seuche herrschte, die viele von ihnen tötete. Und an der auch viele Menschen starben. Möglicherweise kommen die Bezeichnungen daher und möglicherweise gibt es hier einen Zusammenhang mit dem Opfer Yersinisa, des ersten Gottes der Heilung. Wie allgemein bekannt waren Heron und Sinas zuerst Menschen, bevor sie in den Götterhimmel erhoben wurden. Den Ungebildeten reicht die Erklärung, dass die Göttin des Schicksals Tarash zwei menschliche Schicksale gewährte. Den Gebildeten ist wohl bekannt, dass die Stühle des Gottes der Heilkunst und des Gottes des Krieges und Schutzes schon vorher besetzt waren, mit Yersinias und Kaintor. Nun gibt es im Orden des Sinas die Le-gende, dass eine furchtbare Krankheit um sich griff und der Gott Yersinias selbst mit seinem Blute die Op-fer heilte. Um aber die Quelle des Giftes zu verschließen, gab er das Blut seines Herzens und somit seine Göttlichkeit auf. Er stieg hernieder und wurde Mensch und starb. Daraufhin erwählten die Götter den Heiler Sinas in ihre Reihen. Damit würde dann auch die Aussage der Schicksalspriester einen Sinn ergeben, denn es muss großes Leid unter den Menschen und Göttern geherrscht haben und das Schicksal der Götter erfüllte sich sicherlich. Die zehnte Dynastie Die zehnte Dynastie trägt in der Geschichte Eridmeas verschiedene Namen, oft bezeichnet man sie auch als die erste Dynastie, was zu einiger Verwirrung führt. Generell zeichnet sie sich durch eine lange Phase des Friedens aus, die in dem schlimmsten Krieg endete, der Eridmea je heigesucht hat. Die Dynastie wurde begründet von Kang, dem Herrn der Pferde, wie sein Beititel lautet. Es ist wahr-scheinlich, dass es sich bei diesem Mann um einen wilden Stammesfürsten der Reitervölker Eridmeas han-delte, die zu dieser Zeit noch in unserem Land lebten. Ihm folgte sein Sohn Kulos, der Gewitze, auf den Thron. Dieser propagierte eine Verschmelzung der ver-schiedenen Völker und bechloß, sich dem Leben des Adels in Eridion in größerem Maße anzupassen. Des-halb nannte er seinen Sohn auch Bartholomeus I in der Hoffnung, dass diese Namensgebung ein Zeichen des Friedens sei. Im Laufe der nächsten Generationen passten die Reitervölker sich immer mehr der städti-schen Lebensweise an. Über die Nachfolger Bartholomeus I bis Bartholomeus den XII ist nichts bekannt. Über Bartholomeus XIII weiß man, das er ein Gesetzt erlassen haben soll, dass die Hochebenen Eridmeas, die im Gebirge am Ende der Welt liegen, für immer zum Hort des Pferdevolkes erklärte. Zu diesem Zeitpunkt scheinen die vielen Reitervölker Eridmeas schon stark geschrumpft zu sein, teilweise durch Vertreibung durch Bauern, die die wilden Ebenen zum Ackerbau nutzen wollten, teilweise wohl auch, weil sie mit der Stadtbevölke-rung verschmolzen und ihre alte Lebensweise aufgaben. Es gibt die Legende unter den Nachkommen des letzten Reitervolkes, dass der ältere Sohn von Bartholo-meus XIII seinen Namen ablegte und den Namen – oder Titel? - Khan annahm, um die Reste seines Volkes in die Hochebenen zu führen und zur alten Lebensweise zurückzukehren. Sein jüngerer Bruder wurde dar-aufhin umbenannt in Bartholomeus den XIV und erhielt den Thron Eridmeas. Möglicherweise ist dieses uns seltsam anmutende Verhalten damit zu erklären, dass schon zu dieser Zeit die Könige des Geschlechtes Visionen des nahenden Untergangs erhielten. Sicher ist, dass Bartholomeus XIV glaubte, dass sein Geschlecht den Untergang Eridmeas verursachen würde und deshalb sich selbst in einem Anfall von Wahn und Verzweifelung selbst entmannte, wobei er verstarb. Es gab allerdings noch einen unehelich gezeugten Sohn einer jungen Adeligen und der Adelsrat einigte sich darauf, dass diesem die Krone zustände, sobald erwachsen sei. Solange regierte der Rat an seiner Stelle. Der Junge kam unter dem Namen Bartholomeus XV an die Macht und regierte weise und gerecht in Frie-den. Doch sein Ende war überaus traurig. So wird überliefert, dass er in den letzten drei Tagen seines Le-bens plötzlich unter geistiger Umnachtung litt. Am Ende des dritten Tages entkam er dem Sinaspriester, der ihn beaufsichtigte, schlich sich ins Zimmer seiner Kinder und erwürgte dort seine beiden Zwillingssöhne. Dann nahm er seinen Jüngsten Sohn und wollte sich mit ihm aus dem Fenster des Turmgemaches stürzen. Wäre nicht eine Amme zu diesem Zeitpunkt ins Zimmer hereingekommen, die ihm den Knaben gerade noch aus den Händen riß, wäre sein Königsgeschlecht sicherlich vernichtet worden. So aber überlebte der spätere Bartolomeus XVI, einer der größten und besten Könige Eridmeas. Von diesem ist bekannt, dass er seine Söhne nach den Stammvätern seines Geschlechtes Kang und Kulos nannte. Leider reißt hier die Überlieferung beinahe komplett ab, wobei zu vermuten ist, dass dies durch die Katast-rophe des Krieges, vielleicht aber auch durch Menschenhand geschah. Anscheinend waren die Geschehnisse so schrecklich und das königliche Geschlecht wurde so verhasst, dass viele Überlieferungen bewusst vernich-tet wurden und die königlichen Namen selbst auf den Steintafeln der Tempel getilgt wurden. Es gibt ein Bild auf dem Tanesh selbst die königlichen Brüder aus einem Feuer rettet, aber mehr ist dazu nicht bekannt. Es ist gesichert, dass dies die Zeit war, in der Rhyat vom Fluch der Götter betroffen wurde und alles, was dort lebte, sich in Unlichen verwandelte. In ganz alten Textfragmenten heißt es, dass der erste der Unlichenkönige über Eridmea herfiel, wobei es Hinweise darauf gibt, dass es einer der beiden kö-niglichen Brüder gewesen sein muss, der zum ersten der Unlichenkönige wurde. Denn es ist überliefert, dass der erste Unlichenherrscher Rhyats, seinen Vater, Bartholomeus XVI mit eigenen Händen erwürgte, was bedeutet, dass es sich um einen der beiden Söhne des Bartholomeus gehandelt haben muss. Dieser fing dann den Krieg an mit seinem Bruder aus königlichem Geblüt, dem anderen Sohn des Bartholomeus und wahren Thronerben Eridmeas. Dieser Krieg ist in den Mythen als „der Krieg der Brüder“ bekannt, der in „der ersten Schlacht“ endete. Die Benennung dieser Schlacht als „erste“ ist sehr irritierend, da der Krieg der Brüder hier endete und nicht begann. Möglicherweise wurde sie allerdings so genannt, weil die Altvorderen glaubten, dass es die erste Schlacht des letzten Zeitalters sei, in dem die Welt untergehen würde. Sicher ist, dass am Ende der Schlacht beide Brüder den Tod fanden und die Unlichen ihres Königs ebenso beraubt wurden, wie Eridmea seines rechtmäßigen Thronnachfolgers. Noch sicherer ist, dass dies der verhee-rendste Krieg gewesen sein muss, den Eridmea je erlebte, noch schlimmer als die Untotenangriffe, die Heron bezwang oder die Invasion unter Jan I. Beinahe alle Bibliotheken verbrannten und auch bei den langlebi-gen Rassen ist alle – wenige – Überlieferung an diese Zeit mit unendlichen Grauen verknüpft. Die elfte Dynastie In vielen Schriften wird die Zählung der Dynastien verwirrender Weise erst hier begonnen mit der Erzäh-lung des Todes Kaintors. So heißt es in den Schriften des Ordens des Heron, Kaintor, der erste Gott des Krieges und Schutzes, hätte in der großen Schlacht gestritten an deren Ende es gelang, die Horden der Un-lichen zurückzutreiben nach Rhyat. Und um für immer die Gefahr zu bannen hätte er seine machtvolle Kriegsaxt Kainstod genommen, und die Erde gespalten zwischen Eridmea und Rhyat. So wurde Rhyat zur Insel . Er selbst blieb auf der Insel doch um jeden einzelnen der Unlichen zu erschlagen und den bösen Zauber der Insel zu brechen reichte selbst seine Kraft nicht aus. Da kämpfte er sich bis zum Herzen der Insel und dort, in den Unheiligen Hallen der Finsternis, nahm er das Herz Rhyats und verschlang es. Da erbebte die Insel und wurde von den gewaltigen Fluten Anukets verschlungen und in die ewige Tiefe geris-sen, zusammen mit Kaintor, der seine eigene Göttlichkeit gab, das Herz Rhyats gefangen zu halten. Nun ist diese Überlieferung für den Historiker insofern interessant, dass in ihr berichtet wird, dass dies alles geschah zur Zeit Arkon I, des Unerschütterlichen. Dieser scheint der erste König nach dem Geschlech-te des Kang zu sein – obwohl man es vielleicht weniger nach dem Gründer, sondern vielleicht vielmehr nach dem Wahlnamen Bartholomeus nennen sollte. Somit kann man ihn als Begründer der elften Dynastie anse-hen. Ab hier setzt auch die bewusste Überlieferung, die zumindest in einigen Pathor und Tarashtempeln erhalten ist, ein. Arkon I oblag es somit, die letzten Unlichen nach dem Fall ihres Königs somit aus Erid-mea zu verjagen und das verwüstete Land wieder aufzubauen, wobei ihm sein Bruder hilfreich zur Seite stand. Er richtete ein Triumvirat ein, dem er als Primus inter Pares vorstand, und dessen zweiter Sitz von Elesir, einem Edlen aus elfischem Geschlecht und dessen dritter Sitz von Hektor Schwertstahl, einem Edlen aus zwergischem Geschlechte eingenommen wurde. Diese drei versuchten die Wunden des Krieges zu lin-dern und das Land zu befrieden. Es gibt hierzu einige hervorragende zwergische Überlieferungen. Mit dem Fall des ersten Unlichenkönigs entbrannte unter den Unlichen selbst ein Kampf und sie waren leicht durch die Heere des Guten zu besiegen. Während Elesir die Heilung der Menschen und des Landes auf sich nahm, ließ Arkon die Städte und Marktplätze wieder errichten. Es war Hektor Schwertstahl der die Überreste der Unlichen zurücktrieb unter dem Schutze Kaintors und die Grenze nach Rhyat zu sichern versuchte bis Kaintor sein göttliches Opfer erbrachte. Manche zwergischen Legenden haben hier allerdings eine etwas andere Überlieferung, so zog nach einer alten Zwergensage Hektor Schwertstahl nach Rhyat und tötete dort den Gott Kaintor, da dieser von dem schwarzen Herzen Rhyats gefangen genommen worden war, woraufhin die Insel im Meer versank. Da hier nicht der Ort für theologische Diskussionen ist, sondern nur für ernsthafte Geschichtsforschung sei der Tod Kaintors den Weisen und Priestern als Thema überlassen. Festgehalten sei jedoch, dass, als Arkon I nach der gesegneten Lebensspanne von hundertundelf Jahren starb und sein Urenkel Iriel den Thron übernahm das Land wieder gesichert war. Rhyat war im Meer un-tergegangen, die schlimmsten Wunden waren geheilt und der Edle Elesir diente noch 6 Generationen lang dem Geschlecht Arkons als weiser Berater, während die Zwerge sich wieder zurückzogen in die Berge und die Regionen, die heute vor allem die Baronie Talionis umfasst. Auf Arkon I folgte sein Urenkel Iriel, auf diesen folgte sein Enkel Arkon II und auf diesen sein Sohn Ar-kon III. Dann starb dieses Geschlecht aus, wobei es heißt, diese Dynastie hätte 290 Jahre Bestand gehabt.
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