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(...) Es war aber vor vielen Jahren , noch bevor die Trolle zum zweiten Mal die Grenzen unseres schönen Landes bedrohten , ein Priester des Wellenlenkers bekannt ,der in Nordhafen lebte . Er war ein sehr frommer und redegewandter Mann , der den Glauben seiner Gemeinde an Anuket immer wieder aufs neue erweckte und ihnen über Zeiten von Trauer und Zweifel hinweghalf. Sein Name war Ildros und er war bekannt an der ganzen Küste . Er lebte sein Leben nach den Geboten Anukets , benetzte seine Körper morgens und abends mit Wasser, betete jeden Tag viermal zu seinem Gott und aß nichts,was vom Feuer berührt wurde , noch ließ er bei seinem Gottesdienst offenes Feuer brennen . Er betete für die Gemeinde um guten Fischfang und sichere Heimkehr über See und da Anuket diesen Mann wegen seiner Demut und seiner schöne Stimme , mit der er den Gott in seinen stürmischsten Launen zu beruhigen wusste , liebte , waren die Netze der Fischer von Nordhafen selten leer , und selten kam ein Fischer von einer Fahrt nicht zurück. Ein Baron von einem Reich jenseits des Meeres , ein ungläubiger Tyrann mit Namen Barkhas, hörte vom Glück und Wohlstand Nordhafens und vom Ruhm des Ildros und sandte Soldaten , um Ildros zu entführen und gefangen zu setzen , damit der Segen Anukets auf sein Volk übergehe. Die Soldaten griffen das Dorf an , töteten viele der Fischer, zerstörten die Boote und Netze und entführten Ildros . Anuket aber war überaus erbost , und anstatt dem fremden Reich seinen Segen zu schenken aus Angst um Ildros vernichtete er das Schiff der Soldaten mit einer grossen Welle . Ildros aber verwandelte er in den Vater aller Wale , damit er seinen Gesang weiter hören möge bis in alle Ewigkeit . Zwei Jahre lang schwemmte die See jede Neumondnacht viele Fische an den Strand von Nordhafen , um die Fischer dort vor Hunger zu bewahren , bis ihre Boote wieder zur See fahren konnten. Barkhas aber starb an einer Fischvergiftung ,noch ehe das Jahr um war.

Wie Anuket sein Reich erschuf Als am Anfang der Welt Tanesh ihren Sohn Anuket gebar wurde dieser von Tarash zum Herren des Meeres bestimmt, denn der Gott mochte es seine Launen zu zeigen, indem er das Meer aufwühlte oder still liegen ließ wie es ihm gefiel. Doch es war trostlos am Anfang. Dunkel und leblos war der Meeresgrund und keine Seele verirrte sich in dieses Reich, denn es gab nichts, was sich zu sehen lohnte. Und so begann Anuket das Meer nach seinen Wünschen zu gestalten. Als erstes erschuf er die Wasserpflanzen, zunächst einfache , wie die Alge oder den Seetang und später die wunderschöne Seeanemone und die Korallen. Und Anuket erfreute sich an dem Bild und den prächtigen Farben, welche nun den Meeresboden schmückten. Doch bald merkte er, daß er noch nicht zufrieden war. Es war schön und farbig, doch keine Bewegung war zu sehen. Und so erschuf er die Krabben und die Hummer und die Seesterne und die Muscheln, welche auf dem Grund des Meeres sich bewegten. Und er erfreute sich an dem regen Treiben des Getieres. Doch auch dies stellte ihn noch lange nicht zufrieden. Bewegung war am Boden des Meeres, doch bis zur Oberfläche war es leer und öd. Und so erschuf Anuket die Fische und er gab ihnen viele Farben, damit alle ihre Schönheit bewundern konnten. Und er betrachtete sein Werk, doch zufrieden war er noch immer nicht. Es war so viel Platz im Meer, für so viele gewaltige Wesen und die Fische die er erschuf waren so klein. Und so erschuf Anuket die gewaltigen Wale und die gefährlichen Haie und auch die riesigen Kraken und betrachtete wie sie sein Reich füllten und sich alle Wesen ihren Platz suchten in der Weite seines Reiches. Die Kleinen wie die Großen, die Jäger wie die Gejagten. Zufrieden war er nun endlich mit dem was er sah und mit Freude betrachtete er was er geschaffen hatte. Und dann überkam ihn die Einsamkeit, denn es war niemand da, mit dem er seine Freuden, aber auch seinen Ärger, seine Lust wie seine Laster hätte teilen können. Und so schuf Anuket die Nereiden und die Tritone, die mit ihm sein feuchtes Reich bewohnen sollten und die gleichzeitig als Boten seiner Gunst oder auch seines Mißfallens die Sterblichen aufsuchten und seinen Willen übermittelten und umsetzten. Nun endlich war Anukte wirklich zufrieden, denn sein Reich war vollkommen und so wie er es einst schuf, so wird es auch am Lezten aller Tage noch sein, wenn das letzte Zeitalter anbricht und der Kampf zwischen den Kräften des Guten und des Bösen sein Reich spalten wird und die Apokalypse die Welt zerreißt. Möge dieser Tag niemals kommen
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